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Energisch AUF-treten statt tatenlos ZU-sehen …

… ist das Gebot der Stunde in diesen Tagen !

Nach der Ankündigung in diversen Medien, wonach Windparks in vielen Regionen unseres Landes unter dem Deckmantel “Erreichung der Klimaziele” massiv ausgebaut werden sollen, wächst – vorerst noch verdeckt – der Widerstand in der Bevölkerung von Woche zu Woche. Und das zu Recht!

Die Bürgerinnen und Bürger von Leitzersdorf im Weinviertel haben mit ihrem Weitblick bei der Volksabstimmung am 24. Sept. 2023 mit 62% Gegenstimmen eindrucksvoll bewiesen, dass sich Widerstand gegen ein Monsterwindparkprojekt vor ihrer Haustür lohnt und ihnen Natur- und Umweltschutz wichtiger sind als fragwürdige Großprojekte von Windkraftbetreibern und deren Verbündeten in Politik und Wirtschaft.

Die Windkraftlobby versucht in Zusammenarbeit mit den politisch Verantwortlichen zurzeit mit mehr als fragwürdigen Argumenten und Methoden der Bevölkerung die “Vorteile” der Windkraft für die Erreichung der Klimaziele schmackhaft zu machen.

So werden in einzelnen Gemeinden Pseudo-Informationstage abgehalten, bei denen Bürgerinnen und Bürger quasi in Einzelgesprächen von der Notwendigkeit und Vorteilhaftigkeit von Windparks durch wortgewandte Energievertreter überzeugt werden sollen. Und die zuständigen politischen Vertreter sehen diesem Treiben tatenlos zu und billigen diese Vorgangsweise auch noch, ja sie müssen das unserer Meinung auch.

Warum haben Bürgermeister nicht den Mut das Wohl ihrer Bevölkerung im Auge zu behalten anstatt die Interessen der Konzerne zu unterstützen? …

Liebe Bürgermeisterinnen und Bürgermeister!

Zeigt endlich Flagge und tretet entschieden gegen massive und nachhaltige Landschaftszerstörung, gegen Bodenversiegelung von fruchtbarem Ackerland und Lebensqualitätsverlust eurer Bevölkerung auf! Arbeitet im Sinne und zum Schutz der Menschen in unseren Gemeinden und lasst euch nicht länger als verlängerter Arm von Spitzenpolitikern in St. Pölten und Wirtschaftslobbyisten benutzen! Die Wählerinnen und Wähler werden es euch bei nächster Gelegenheit danken.

Besonders dreist und fast schon kriminell ist folgender Umstand:

Grundstücksbesitzern werden – natürlich in streng geheimer Aktion – von sognannten “Keilern” unverschämt hohe Summen für die Erlaubnis zur Errichtung von Windrädern angeboten und dazu ermuntert möglichst schnell äußerst fragwürdige Vorverträge abzuschließen aus denen sie dann nur schwer oder gar nicht mehr zurücktreten können. Zusätzlich werden den Gemeinden große Summen für die meist leeren Gemeindekassen versprochen und auch die Bürgerinnen und Bürger sollen vom “Geldregen” zur “Beruhigung” ein bisschen etwas abbekommen. Dies sind Zustände und Methoden wie wir sie von Ländern östlich und auch südlich unseres Heimatlandes kennen. Es wäre dringend einmal zu hinterfragen woher dieses “Schmiergeld“ kommt, wie weit diese Machenschaften nicht illegal und damit strafbar sind und wer dahinter steckt. Irgendjemand muss damit ja gut und kräftig verdienen!! Wir Bürger sind es jedenfalls nicht, da die Stromkosten und Netzgebühren nicht günstiger werden.

Bei uns im Weinviertel wird bereits 6mal (!) soviel (erneuerbarer) Strom erzeugt als in ganz NÖ zusammen!! Irgendetwas kann da nicht stimmen!? Es bläst ja auch in den anderen Bundesländern genug Wind oder sitzen dort Politiker in den Landesregierungen, die mehr Gespür für Umwelt- und Naturschutz haben als in NÖ?

Wer ehrlich ist, muss zugeben: Es geht nur um das liebe Geld und nicht so sehr darum, fragwürdig ausgehandelte Klimaziele zu erreichen.  Dieses Ziel wird Österreich ohnehin nie erreichen, da wir mit unserem Lebensstandard ca. 3mal so viel Energie verbrauchen als unsere Erde in Wirklichkeit verträgt. Wir könnten 1000e Windräder aufstellen, würde sich das Weltklima nicht zum Positiven verändern, weil die wirklich großen Umweltverschmutzer in Amerika, China und Indien sich nicht wirklich um eine Reduzierung des Ausstoßes an Treibhausgasen bemühen. Wenn in China beispielsweise weiterhin zahlreiche neue Kohlekraftwerke errichtet werden, fragen sich die Bürger in Europa und natürlich auch bei uns berechtigterweise, warum es diesbezüglich bei keinem Politiker hierzulande öffentlich zu einem Aufschrei kommt!!

Die aktuelle Klimadebatte ist für Politiker und Windparkbetreiber natürlich der ideale, jedoch heuchlerische und verlogene Vorwand, unsere Heimat mit landschaftszerstörenden Windradmonstern zuzupflastern um dabei möglichst viel Geld zu verdienen, das nur wenigen Profiteuren zugute kommt.  

Darum sollte es auch im Interesse unserer Nachkommen sein, energisch AUFzustehen und diesem doppelbödigen unmoralischen “Spiel” nicht länger tatenlos ZUzusehen, wenn ganze Regionen in NÖ landschaftlich mit Windkraftwerken zerstört werden, der Erholungswert für uns Menschen immer mehr eingeschränkt wird und fruchtbare Böden auf Jahrzehnte versiegelt werden. Von Nachhaltigkeit kann hier wohl keine Rede sein!

Strom SPAREN statt VERSCHWENDEN, wäre das Gebot der Stunde. Doch darüber verlieren unsere Politiker leider kaum ein Wort, da dies ja nicht populär ist!

Natur- und Landschaftsschutz ade??

Fast könnte man es glauben, wenn man einigen Zeitungsberichten der vergangenen Tage und Wochen Glauben schenken darf.

Noch vor zirka zwei Jahren meinte unsere Landeshauptfrau in einem PRESSE – Interview, dass sie in NÖ keine weiteren Windparks mehr haben möchte und jetzt, nach der Landtagswahl, scheinen diese Äußerungen plötzlich nichts mehr wert zu sein und es scheinen diesbezüglich alle Dämme zu brechen!

Unter dem Deckmantel Klimaschutz und den Schlagwörtern “Nachhaltigkeit, steigender Strombedarf, klimaneutral, erneuerbarer, grüner Strom (laut EU soll auch Atomstrom als grün eingestuft werden!!), Ukrainekrieg, …“ wagen sich nun immer mehr Gemeinden aus der Deckung und ersuchen um Zonierung von zusätzlichen Windparks in ihren Gemeinden. Dabei stehen im Weinviertel schon jetzt hunderte Windräder und zerstören unser Landschaftsbild massiv.

Aktuelle Beispiele für neu geplante Windparks in unserer unmittelbaren Umgebung sind Gaubitsch, Unterstinkenbrunn, Laa, Pernhofen/Wulzeshofen, Zwingendorf und Großharras.

Statt zuerst die Meinung der Bevölkerung mittels Volksabstimmung einzuholen, werden zuerst von den Gemeinden oder auch Windkraftbetreibern Zonierungsflächen ans Land gemeldet und mit Grundstückseigentümern fragwürdige Vorverträge abgeschlossen. Das ist demokratiepolitisch natürlich höchst bedenklich und strikt zurückzuweisen. Wie geht man hier mit uns Bürgerinnen und Bürgern um und was kann man von Politikern halten, die in einer rücksichtslosen Art und Weise unsere Lebensgrundlage, nämlich eine intakte Natur und Landschaft, derart leichtfertig zerstören wollen. Politiker und Lobbyisten kommen und gehen und dann ist niemand mehr für ihre oft kurzsichtigen Handlungen zuständig! Der Schaden für nachfolgende Generationen bleibt aber bestehen. Das ist der wahre Skandal.

Als Konsequenz dieser rücksichtslosen und oft von Gier und Streben nach Gewinn getriebenen Politik kann nur sein, diesen Machenschaften mit massivem Widerstand seitens der Bevölkerung zu begegnen. Jüngstes Beispiel ist der geplante Windpark in einigen Gemeinden am Wagram bei Tulln, der nach heftigen Bürgerprotesten seitens des Landes abgeblasen wurde.

Es bleibt zu hoffen, dass in Politik und Wirtschaft doch noch Vernunft einkehrt und Politik mit Augenmaß betrieben wird, denn ewiges Wirtschaftswachstum und maßloser Bodenverbrauch werden sich auf lange Sicht niemals ausgehen!

Erneuerbare Energie: JA! Aber zu jedem Preis?

Achtung liebe LandwirtInnen und GrundbesitzerInnen!
Wie uns aus verlässlichen Informationen zugetragen wurde, sind still und leise wieder sogenannte Grundstückskeiler unterwegs, die LandwirtInnen mit hinterfragenswürdigen Methoden ihren wertvollen Grund und Boden zum Zwecke der Errichtung von neuen Windkraftanlagen abzuknöpfen versuchen.

Achtung liebe BürgermeisterInnen!
Außerdem versucht das Land NÖ gerade aktuell über die Gemeinden zu neuen Zonierungsflächen zu kommen und nehmen so quasi die BürgermeisterInnen in die Pflicht.

Dazu geben wir Folgendes zu bedenken:

  • In Zeiten wie diesen, wo man ständig mit der Angst eines Blackouts leben muss, ist es unerklärlich warum weiterhin riesige Windparks errichtet werden sollen, die das Stromnetz noch unstabiler machen.

  • Es ist oft die Rede, dass Windstrom so günstig ist.  Wenn man aber bedenkt, wieviel Geld für die Regulierung der Netzstabilisierung durch die Einspeisung dieses Wackelstroms aufgewendet werden muss….  „Alleine im Februar waren derartige Eingriffe an 27 Tagen (!) notwendig. Das verursacht Kosten, die letztendlich der Stromkunde bezahlen muss. Zu Jahresende lagen die durch Redispatch-Maßnahmen ausgelösten Kosten des Jahres für den österreichischen Stromkunden bei rund 94 Millionen Euro. (https://elektro.at/2023/03/16/apg-faktencheck-zwischenbilanz-strom-winter-2022-23/)
  • Ein Vertrag sollte nie vorschnell unterschrieben werden. Solche Verträge sind auf X-Jahre gebunden und es gibt keine Rücktrittsmöglichkeit. Auch nicht nach vielen Jahren Funkstille…

Erneuerbare Energie: JA! Aber zu jedem Preis?
Wir finden das nicht nur skandalös, sondern in absolutem Widerspruch zur Einhaltgebietung des Bodenverbrauchs, vor dem immer wieder und verstärkt gewarnt wird.

Wir bitten Sie deshalb, standhaft zu bleiben, nichts zu unterschreiben und nicht Ihre wertvollen Ackerflächen um ein paar Euros nur um des Profits wegen an Lobbyisten zu vermieten, deren oberstes Ziel Gewinnmaximierung ist! Ihre Nachkommen werden es Ihnen danken nicht zuletzt auch wegen des Landschaftsschutzes und des damit verbundenen Naturschutzes.

NÖ bezieht seinen Strom nachweislich bereits seit 2015 zu 100 % aus erneuerbarer Energie! Warum brauchen wir dann speziell im Weinviertel noch mehr WKA, die unsere noch wenigen naturnahen Flächen nachhaltig verschandeln würden?
In anderen Bundesländern stehen im Vergleich zu NÖ noch sehr wenige Windräder. Hier ist noch genug Luft nach oben!

Es ist auffällig, dass gerade jetzt kurz nach der Landtagswahl nach neuen Zonierungsflächen gesucht wird, obwohl selbst die Landeshauptfrau vor ca. zwei Jahren in einem Presseartikel erklärt hat, dass sie in NÖ keine neuen Windräder mehr braucht! (https://www.diepresse.com/6062842/bdquoich-will-keine-neuen-windraeder-mehr-in-niederoesterreichldquo) Wie glaubwürdig sind also solche Aussagen?
Nur, wenn wir standhaft bleiben, können wir unserer Nachwelt eine halbwegs intakte Umwelt hinterlassen.

Lobbyisten kriegen den Hals nie voll, doch die Rechnung dafür haben wir alle zu bezahlen! Immer höher, schneller und noch mehr geht sich mit Sicherheit niemals aus! Wir müssen froh sein, das Erreichte halten zu können.

Windradunfälle nehmen zu

Windradunfälle nehmen zu

 

In den letzten Jahren häufen sich Unfälle mit Windkraftanlagen. Ob das mit der Lebensdauer solcher Anlagen oder mit der verwendeten Technik zu tun hat, bleibt unerheblich. Tatsache ist aber, dass die Gefahren, die von WKA ausgehen, nicht zu unterschätzen sind. Oft stehen Windräder auch in der Nähe von Waldgebieten oder sogar inmitten von bewaldetem Gebiet und man kann sich vorstellen welche Auswirkungen ein Brand auf Natur und Umwelt haben kann, wenn einmal eine Anlage zu brennen beginnt.
Eine effektive Brandbekämpfung eines Windrades ist kaum möglich und die Feuerwehren sind hier machtlos.

Wir haben zu Windradunfällen Recherchen angestellt und geben Ihnen nachfolgend eine kurze Übersicht über die letzten Jahre. Dabei sind nur die schlimmsten Unfälle aufgelistet. Von kleineren Pannen, die wahrscheinlich auch immer wieder vorkommen und von denen niemand etwas erfährt, ist hier gar nicht die Rede.

2017: Gols – Brand mit 2 Schwerverletzten
2019: Kittsee – Brand
2021: Gols – Brand
2021: Neudorf bei Parndorf – Brand
2021: Glinzendorf – Rotorblatt abgebrochen
2021: Wetzelsdorf (Bez. Mistelbach) – Brand

In den Medien werden solche Vorfälle meist nur am Rande kurz erwähnt, doch eine umfassende Diskussion über die Sicherheit von WKA bleibt oftmals aus. Man will ja seitens der Windkraftlobby und der Politik in der Bevölkerung keinen Imageschaden erleiden. Schließlich geht es bekanntlich um viel Geld!!

Aus folgendem Bericht über den WKA-Brand 2017 ist gut zu hören, wie gefährlich es noch bis zu 4 Kilometer entfernt werden kann.

19.12.2017 ORF2:
bei 1:11: „…Wir haben Aussagen von Windradbetreibern, wo Rotorblätter die abgebrochen sind bis zu 4km geflogen sind…“

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Wir möchten an dieser Stelle erneut klarstellen, dass wir absolut für den Ausbau erneuerbarer Energien sind, doch es gibt auch andere Möglichkeiten, diesem Ziel näher zu kommen. WKA sind hier nur ein Teil dieser Strategie und in den Bezirken Mistelbach und Gänserndorf schon über die Maßen viele vorhanden und ein weiterer Ausbau für Natur und Umwelt sowie für das Landschaftsbild nicht mehr zuträglich.

Schützen wir gemeinsam die noch letzten windradfreien Zonen im Weinviertel, damit es nicht zur Gänze zu einem zweiten Industrieviertel bzw. “Windradviertel“ wird! Unsere Nachkommen werden es uns danken!

Über den Wert politischer Aussagen

Dass uns Politiker oft und gerne mit wohlklingenden “Sonntagsreden“ beglücken, die dann in den Medien toll verpackt und mit stets lachenden Gesichtern präsentiert werden, ist ja kein Geheimnis. Wie aber dabei mit der Wahrheit umgegangen wird, treibt so mancher Bürgerin und so manchem Bürger gelegentlich die Zornesröte ins Gesicht.

Da stellen sich beispielsweise hochrangige Landespolitiker medienwirksam hin und präsentieren bzw. eröffnen wieder einmal den ihrer Meinung nach notwendigen nächsten Windpark mit dem Hinweis, dass dies ja unbedingt notwendig und für das Erreichen der Klimaziele wichtig sei. Moment mal!! – Hat das Bundesland NÖ und hier speziell das Weinviertel diesbezüglich nicht ohnehin schon über Gebühr seine Hausaufgaben gemacht indem es bereits seit mehreren Jahren nachweislich den Strom aus 100 % erneuerbaren Energien bezieht? Ist es für manche Politiker noch immer nicht genug ganze Regionen mit hässlichen gigantischen Windkraftanlagen landschaftlich zu zerstören um daraus Profit zu schlagen. Ja, man hat leider den Eindruck, dass es schon lange nicht mehr um klimaschonende Projekte geht, sondern nur noch um hinterfragenswürdige Geschäfte und Gewinnmaximierung von Konzernen und einiger weniger Personen. Und das ist das Verwerfliche an den oftmals getätigten politischen Aussagen – es wird der Bevölkerung meist nur die halbe Wahrheit erzählt.

Andererseits wird bei Gelegenheit aber auch lobenswert und stolz kund getan wie schön es doch bei uns im Land ist – man denke etwa nur an den Naturpark Leiser Berge/Buschberg – und dass es noch genügend lohnenswerte Ausflugsziele für erholungssuchende Menschen gibt. Die Frage ist dabei aber: Wie lange noch, wenn man offenbar noch immer daran festhält nördlich des Buschbergs mitten in noch unberührter Naturlandschaft einen Windpark zu errichten, der uns unbestritten wieder ein gutes Stück an Lebensqualität rauben würde. Warum kann man in Werbeschaukästen der Mehrheitspartei in unserem Land oftmals von Gemeinsamkeit und dem Miteinander lesen, in der Praxis diese Worte aber oft nur Schall und Rauch sind?

Ein Politiker ist unserer Meinung nach nur dann glaubwürdig, wenn er sich – nicht nur vor Wahlen – den Bürgerinnen und Bürgern auch bei wichtigen Fragen und Entscheidungen offen und ehrlich zur Diskussion stellt und wenn auch kritische Fragen nicht abgeblockt, sondern zufriedenstellend beantwortet werden. Das ist bei vielen Veranstaltungen mit Politikern leider oftmals nicht mehr der Fall.

In unserem speziellen Fall fordern wir von den zuständigen Politikerinnen und Politikern endlich ein öffentliches Bekenntnis zu einer windparkfreien Zone nördlich des Buschbergs wie es seinerzeit schon die Bürgermeister im Land um Laa vorausschauend und richtig getan haben. Wir als Bürgerinitiative und hunderte Unterstützerinnen und Unterstützer (wobei die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist) setzen uns weiterhin mit aller Kraft für den Erhalt unseres einmalig schönen Landschaftsbildes ein, das frei von Windkraftanlagen bleiben muss. Kein Politiker hat das Recht auf maßlose Zerstörung unberührter Naturlebensräume ohne Notwendigkeit!

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Passend zu diesem Beitrag können Sie auch einen kritischen Artikel in der PRESSE vom 14. Juni 2021 lesen, der sich ebenfalls diesem Thema gewidmet hat.

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und ein Leserbrief zu diesem Artikel:

 

 

Kraft tanken tut gut – Besinnung ebenfalls!

Wer jetzt in der erwachten Natur unterwegs ist, kann wirklich Erstaunliches entdecken. Man muss nur Augen und Ohren offen halten um zu erkennen wie wertvoll unser Naherholungsgebiet rund um den Naturpark Leiser Berge und das Land um Laa (noch) ist.

Es ist zu wenig, immer nur von Wirtschaftswachstum oder Digitalisierung zu sprechen. Mindestens ebenso notwendig für unseren Körper und unsere Seele ist es, dass wir nach beruflichen und privaten Stresssituationen Kraftplätze und naturbelassene Flecken vorfinden, wo man wirklich noch Ruhe und Erholung in unserer hektischen Zeit finden kann. Deshalb haben Fremdkörper in einer weitgehend intakten Natur unserer Ansicht nach keinen Platz, auch wenn manche Politiker scheinbar noch immer dem Trugschluss unterliegen, dass beides gleichzeitig möglich wäre.

Der wunderbare Gesang einer Lerche über einer Naturwiese oder das Zirpen einer Grille am Wegesrand ist unbestritten angenehmer und beruhigender für unser Ohr als das monotone Surren von sich drehenden Rotorblättern einer Windkraftanlage.

Gerade jetzt, wo uns die Coronapandemie unsere menschlichen Grenzen deutlich aufzeigt und dieser Zustand noch längere Zeit bestehen bleiben wird, brauchen Menschen Rückzugsplätze um sich wieder regenerieren zu können. Das ist zum Glück in unserem Gebiet noch sehr gut möglich und soll auch so bleiben. Die Zunahme an Tagesausflüglern, speziell auf den Buschberg, bestätigt dies nur allzu gut und viele Gäste beneiden uns für diese idyllische Landschaft.

Deshalb unser erneuter Appell an unsere Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft umzudenken und Freiräume für unsere Erholung zu erhalten.

Natur ist nicht alles,
aber ohne Natur ist alles nichts!“

 

Corona … und (k)ein bisschen weise?

Liebe Naturfreunde!

Ein bewegtes und aufregendes Jahr neigt sich seinem Ende zu. Unser ganzes tägliches Leben wurde und wird nach wie vor von einem heimtückischen Virus bestimmt, das uns nicht zur Ruhe kommen lässt.

Und doch können wir dieser schwierigen Situation auch etwas Positives abgewinnen. Bei vielen Menschen hat ein gewisses Umdenken eingesetzt was die wesentlichen und bleibenden Dinge anlangt, die unser aller Leben bestimmen. Wir müssen auf lange Sicht wieder lernen mit weniger als bisher auszukommen und unsere Ressourcen besser zu verwenden als zu verschwenden. Natürlich will niemand von uns mehr zur Kerze oder Petroleumlampe als Lebensstandard zurückkehren. Es ist aber eine Illusion zu glauben, dass wir mit dem Streben nach immer mehr Wachstum und Wohlstand so weiter machen können wie bisher. Die Rohstoffe auf unserer Erde zur Herstellung von Gütern aller Art sind begrenzt und werden immer knapper, doch bei vielen Lobbyisten und Politikern sind die Gier nach noch mehr sowie das Machtstreben leider noch immer nicht gestillt.

Es gibt aber auch einen Hoffnungsschimmer in dieser schwierigen Zeit, der bei vielen Menschen gerade jetzt in besonderem Maß aufkeimt. Besinnung und Achtsamkeit den Mitmenschen und der Natur gegenüber scheinen wieder einen Stellenwert zu bekommen, der uns hoffen lässt, unser Tun wieder besser und nachhaltiger als bisher zu bestimmen. Wir können uns in Zukunft einfach nicht mehr leisten wertvolles Ackerland des Profits wegen zu verbauen und unsere Lebensgrundlage, die Natur, rücksichtslos auszubeuten und zu zerstören.

Wir von der Bürgerinitiative werden uns deshalb auch weiterhin gemeinsam mit zahlreichen UnterstützerInnen zielstrebig für eine intakte Natur in unserem nahen Umfeld einsetzen und mit allen legitimen Mitteln dafür kämpfen.

 

Wenn der Mensch heute die Natur zerstört,
zerstört morgen die Natur den Menschen!

 

Gnadendorf: Blick auf das geplante Windparkgebiet

Windräder: Schrecken mit teurem Ende

Von Edgar Gärtner

Zwischen Bochum und Castrop-Rauxel muss jetzt nach einem Gerichtsbeschluss der gerade fertig gestellte hundert Meter hohe Betonmast für ein großes Windrad wieder abgerissen beziehungsweise gesprengt werden. Eine Anwohnerin hatte geklagt, weil sich das Monster nur 270 Meter vor ihrem Haus in der Hauptblickrichtung befindet.

Sowohl das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen als auch der 8. Senat des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster sahen im absehbaren Schattenwurf des drehenden Rotors der Windkraftanlage (WKA) eine unzumutbare Einschränkung der Lebensqualität der Anwohner. In einem zuvor ergangenen Urteil hatte das OVG festgelegt, dass der Abstand zwischen einer WKA und Wohnhäusern mindestens doppelt so groß wie die Gesamthöhe der WKA samt Rotor sein muss. Bei der bis zur Rotorspitze etwa 150 Meter hohen WKA in Gerthe bei Bochum wären das 300 Meter.
Für unproblematisch hält das OVG WKA erst ab 450 Meter Abstand zur Wohnbebauung. Das Land NRW empfiehlt einen Abstand von 700 Metern, Umweltschützer sogar 1.000 Meter. Die Betreiber der WKA in Gerthe, ein Kollektiv niedersächsischer Landwirte mit dem Namen „Godewind“, versuchten vergeblich, die Anwohner mit dem Angebot von Baumpflanzungen und von finanziellen Entschädigungen umzustimmen. Das Bundesverwaltungsgericht (BVG) hat inzwischen die Revision abgelehnt, wodurch das Urteil des OVG Münster rechtskräftig geworden ist. Nun muss „Godewind“ den 100 Meter hohen „Spargel“ sprengen lassen. Was mit dem 30 Meter tiefen Stahlbeton-Fundament geschieht, ist noch nicht geklärt.

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die noch weitgehend ungelöste Problematik des Rückbaus von WKA. Geködert von hohen jährlichen Pachtzahlungen von 15.000 Euro und mehr je Windrad, haben Landwirte landauf, landab bereitwillig Äcker und Wiesen
für den Bau der Flügel-Monster zur Verfügung gestellt und dabei nicht selten die Kosten der eventuell notwendigen Demontage der Anlage auf die leichte Schulter genommen. Dabei sind Pleiten von WKA-Betreibern beileibe keine Seltenheit. Denn vor allem an Mittelgebirgsstandorten bleiben die Erträge oft hinter den optimistischen Ertragsschätzungen in Gefälligkeitsgutachten zurück. Im Falle einer Insolvenz der WKA-Betreiber bleiben aber an den Landbesitzer auf diesen Kosten sitzen. Um die Landwirte zu beruhigen, boten ihnen die Windmüller zunächst Rückstellungen in Höhe von 25.000 Euro je Windrad an und stellten ihnen daneben einen unrealistisch hohen Wiederverkaufswert der WKA in Aussicht. Es stellte sich aber bald heraus, dass die tatsächlichen Rückbaukosten ein Vielfaches davon betragen. Der Agraringenieur
Tilman Kluge hat im Auftrag des hessischen Main-Taunus-Kreises ermittelt, dass mindestens fünf Prozent der Investitionssumme einer WKA für die Rückbaukosten angesetzt werden müssen. Bei den verbreiteten WKA-Modellen E 70 und E 82 des größten deutschen Herstellers Enercon, die jeweils über drei Millionen Euro kosten, wären das mindestens 150.000 Euro. Bei den größeren Modellen E 112 und E 126 entsprechend mehr.

Man muss sich vor Augen halten, um welche Betonmassen es hier geht: Die E 112 steht auf einem Stahlbeton-Fundament mit einem Volumen von 1.200 Kubikmetern. Die modernere E 126, die eine Gesamthöhe von fast 200 Metern erreicht, benötigt ein Fundament von 1.500 Kubikmetern Beton, der mit 180 Tonnen Stahl armiert ist. Auf dem runden Fundament, das 3.500 Tonnen wiegt, steht der Turm aus konischen Stahlbeton-Segmenten, der 2.800 Tonnen auf die Waage bringt. Das auf dem Turm sitzende Maschinenhaus mit Generator wiegt 340 Tonnen, die Nabe mit den Rotorflügeln aus glasfaserverstärktem Kunststoff noch einmal 320 Tonnen. Damit der Boden das Gesamtgewicht von über 7.000 Tonnen tragen kann, muss er zuvor mithilfe von Schottergranulat, das in 30 Meter tiefe Bohrlöcher gepresst wird, verdichtet werden. Dadurch kommt es zu Beeinträchtigungen des lokalen Wasserhaushalts. Ohne die aufwändige Entfernung des Fundaments ist deshalb die Rückkehr zu einer normalen landwirtschaftlichen Nutzung der aufgegebenen WKAStandorte nicht möglich. Inzwischen gehen die Kostenschätzungen für den Rückbau von Windkraftanlagen weit über den Ansatz Tilmann Kluges hinaus. WKA-Fundamente wurden unseres Wissens noch nie beseitigt.

Fundamentarmierung für Windindustrieanlage Enercon E82 in Ingersheim

 

 

Bild: By Mussklprozz (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 )], via Wikimedia Commons

Naturgesang macht selten krank 

„Man muss derzeit nur Landschaften finden, die optisch noch nicht durch die Verheerungen der Windrad-Industrie zerstört wurden…“

Wir möchten diesen Artikel zum Anlass nehmen und uns bei all unseren Unterstützern bedanken. DANKE, dass wir windradfrei geblieben sind. DANKE, dass unsere Augen über eine liebliche bewaldete Hügellandschaft schweifen dürfen.

Für uns heißt es WEITERHIN ACHTSAM BLEIBEN. Wie wir bereits in Erfahrung gebracht haben, wartet der Projektwerber nur auf den negativen Bescheid des Verwaltungsgerichtshofes, um das Windparkprojekt Gnadendorf-Stronsdorf neu einzureichen.

Wie versprochen halten wir Sie am Laufenden und melden uns sobald es Neues gibt.

Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute. Passen Sie gut auf sich auf und vor allem bleiben Sie gesund!

 

Gedanken zur ZeitenWende

Die Coronakrise ist weltweit in aller Munde und mit ihr leider auch viele unausweichliche, aber notwendige Begleitmaßnahmen zur Eindämmung dieser Pandemie. Auch unser schönes Land Österreich befindet sich in diesen schweren Tagen im Ausnahmezustand und wird es wohl noch längere Zeit bleiben müssen. Schulen, öffentliche Einrichtungen, Geschäfte und vieles mehr sind seit Wochen geschlossen und soziale Kontakte wurden auf das Notwendigste reduziert.

Manche Menschen haben trotz dieser schwierigen Lage das Glück, in dieser Zeit die Natur in ihrer blühenden Pracht zu beobachten, fernab von Stress und Menschenmassen vielleicht sogar das Frühlingserwachen im eigenen Garten zu bewundern oder die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen. In unserer heutigen schnelllebigen Zeit ist dies wahrlich ein Luxus, den man sich sonst nur selten gönnt. Viele von uns stimmt es traurig und nachdenklich, dass es eine so schreckliche Pandemie braucht um das alles wieder mehr schätzen zu lernen.

Dies ist aber genau der Punkt, der uns hoffen lässt, dass Politik und Wirtschaftskonzerne die Grenzen des Machbaren erkennen und damit auch eine neue Art des Denkens und Handelns in Bezug auf Natur- und Umweltschutz Einzug halten kann. Geldgier, Machtstreben und die übertriebene und zügellose Globalisierung haben Mutter ERDE bereits unermesslichen Schaden zugefügt. Wie sich das Coronavirus auf unsere Umwelt auswirkt und was die Corona-Krise für die Umwelt in Österreich bedeutet? ExpertInnen von Global2000 geben erste, vorsichtige Schätzungen ab, die Sie hier nachlesen können.

Lasst uns diese Zeit nutzen um über unser Konsumverhalten nachzudenken und wieder schätzen zu lernen was in unserem Leben wirklich wichtig ist. Die heimischen Bauern und die Nahversorgung mit Lebensmitteln aus der Region sollten die Gewinner nach diesen entbehrungsreichen Tagen sein um wieder mehr Wertschätzung und einen gerechteren Lohn für ihre schwere und verantwortungsvolle Arbeit zu erhalten.

„Am Ende wird alles gut.
Und wenn es noch nicht gut ist,
ist es noch nicht das Ende!“

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten trotz allem eine ruhige und besinnliche Osterzeit. Passen Sie gut auf sich auf und vor allem bleiben Sie gesund!

Herzliche Ostergrüße
Vera Penisch und Gerhard Loidolt

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Ein Rätsel zur Ablenkung gefällig?
Dieses freut sich schon darauf gelöst zu werden.

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Nach „LIEBEN“ ist „HELFEN“ das schönste Zeitwort der Welt.
(Bertha von Suttner, 1843-1914)

Unser Spendenkonto: AT602011124611168205