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Mit dem Bescheid des Bundesverwaltungsgerichts vom März 2024 wurde der Windpark Gnadendorf (ehemals geplanter Windpark Gnadendorf – Stronsdorf) bewilligt.

Nicht etwa, weil die sorgfältig und gewissenhaft erarbeiteten Einwendungen und Gegenargumente unserer Bürgerinitiative „Stoppt den Windpark Gnadendorf – Stronsdorf“ stichhaltig entkräftet werden konnten, sondern weil uns in diesem über mehrere Jahre währenden Verfahren (2016-2024) plötzlich jegliches subjektive öffentliche Recht aberkannt wurde.

Das heißt im Klartext: Bei maximaler Betroffenheit durch mögliche negative Auswirkungen und der Zerstörung unseres wundervollen Landschaftsbildes durch die Errichtung des geplanten Windparks, haben wir, die damit leben werden müssen, minimales bis gar kein Mitspracherecht.

Wer nun aber denkt, dass wir die großen Verlierer in diesem Verfahren sind, der irrt. Denn auch wenn wir unser Endziel (die dauerhafte Verhinderung des Baus der gefühlt tausendsten Windkraftanlage im Weinviertel) aus momentaner Sicht nicht erreicht haben, konnten wir immens viel Gutes und Großartiges für unsere Region und die ihr innelebenden Menschen bewirken:

●     Windrad-freie Region nördlich des Buschbergs und Erhaltung des natürlichen Lebensraums für Mensch und Tier für weitere 8 Jahre (2016-2024)

●     die damit verbundene Bewahrung unserer Lebensqualität für ebenfalls weitere 8 Jahre

●     zusätzliche und strengere Auflagen bezüglich Schall und Eisabfall zum Schutz der Bevölkerung

●     Verhinderung aller geplanter LKW-Fahrten durch die Ortschaft Oberschoderlee

●     Bewusstseinsbildung für das Thema „Energieversorgung in Niederösterreich“ im Allgemeinen und Sensibilisierung für das Thema „Windkraft im Weinviertel“ im Speziellen

●     Erhebung und Bereitstellung fundierter Informationen rund um Windkraft durch die Erstellung unserer Homepage „Rettet den Buschberg“, sowie die Organisation und Durchführung unzähliger Veranstaltungen

●     Förderung des Zusammenhalts in der Bevölkerung und Initiative zur Bildung weiterer Gemeinschaften, wie beispielsweise die Gründung der Bürgerliste „GnaDe“, oder die Gründung des Kultur- und Wandervereins „Wacholderblick“

●     Stärkung einer gemeindeübergreifenden, fruchtbaren Zusammenarbeit und Wahrung gemeinsamer Interessen zum Wohle aller

●     Entwicklung einer wesentlich kritischeren Betrachtungsweise und couragierten Infragestellung dessen, was profitorientierte Lobbyisten und bürgerferne Politiker uns tagtäglich für gut und notwendig verkaufen wollen

Entgegen der üblichen, landläufigen Meinung haben wir in unseren Bemühungen die wertvolle Erkenntnis erlangt, dass selbst einige wenige unglaublich viel erreichen können. Und nun stellt euch vor, was viele „WIR“ erst schaffen könnten…

Es braucht weder besondere Fähigkeiten, noch bestimmte Voraussetzungen, um Großes zu bewirken: Es genügt, aufzustehen, sich Gleichgesinnten anzuschließen und gemeinsam für die Aufrechterhaltung eines lebenswerten Umfeldes für uns alle und unsere nachfolgenden Generationen zu sorgen.

D’rum erhebt euch, liebe Leut’, nehmt das Ruder in die Hand und bestimmt selbst, ob unser wunderbares, einzigartiges Weinviertel in seiner Natürlichkeit erhalten bleibt, oder ob unsere geliebte Heimat in naher Zukunft durch politische Fehlentscheidungen und wirtschaftliche Fremdbestimmung zum „Windustrieviertel“ verkommt.


Deshalb wurde im Jahre 2015 die Aktion „Rettet den Buschberg“ ins Leben gerufen:

Schützen wir gemeinsam die letzten
windradfreien Landschaften des Weinviertels!

Landschaften sind Kulissen unseres Alltags. Sie sind unmittelbar mit Emotionen, Erinnerungen und Zukunftsbildern verknüpft. Solche Landschaften helfen, den Alltagsstress abzulegen und sind Energiequellen für Geist, Seele und Wohlbefinden.
Der Buschberg ist mit 491 m die höchste Erhebung und von einem großflächigen Naturpark umsäumt. Durch diese Sonderstellung ist die Region um den Buschberg identitätsstiftend für das Weinviertel und darüber hinaus.
Durch die Errichtung der Windkraftanlagen käme es zu einer technischen Horizontverschmutzung von außerordentlichem Ausmaß.
Die umstrichenen Flächen der Rotoren sind größer als 12 000m² und bilden in der sanften und ruhigen Hügellandschaft nervöse, irritierende Störflächen.
Vom Laaer Becken aus stehen die Anlagen erhöht und werden hochgradig störend wahrgenommen.
Die Größe der Anlagen mit einer Höhe von 200m bringt die Höhenverhältnisse der Hügelzüge rund um den Buschberg vollkommen aus dem Gleichgewicht.
Die Lichtverschmutzung des Nachthimmels durch rote Dauer-Blinklichter belastet uns Menschen in einer unerträglichen und nervenaufreibenden Art.

In dieser Region liegen die Dörfer eng beieinander und die Windkraftanlagen würden dazwischen hineingepfercht werden. Bei genauer Betrachtung der Abstände wird klar, dass nur 2 der 8 Windkraftanlagen (das sind nur 25%) problemlos den erforderlichen Abstand einhalten. Bei 3 Windkraftanlagen wird der Abstand nur mit Mühe mit einigen wenigen Metern eingehalten, bei den restlichen Windkraftanlagen wird der Abstand unseres Erachtens deutlich unterschritten (s. Abstandsregelung).
Die Umsetzung dieses Projektes hätte eine Entwertung unserer Immobilien und das Aus für die Entwicklung eines sanften Tourismus zur Folge.


Bitte unterstützen Sie unser Anliegen.

Spendenkonto:
Erste Bank IBAN AT60 2011 1246 1116 8205
lautend auf „Stoppt den Windpark Gnadendorf – Stronsdorf“

Eine Spende kann anonym oder namentlich gegeben werden.

Rettet den Buschberg