Windige Politik

Dass sich Politiker bei diversen Veranstaltungen stets von ihrer besten Seite präsentieren wollen und dem Volk nach dem Mund reden, ist hinlänglich bekannt. Im täglichen Geschäft wird dann oft das Gegenteil von dem praktiziert, was vorher gesagt und hochgelobt wurde.

Ein leuchtendes Beispiel dazu ist die Debatte um den geplanten Windpark Gnadendorf – Stronsdorf.

Da wird von einer wunderbaren Landschaft gesprochen, in der es noch lebenswert ist und man sich gut erholen und relaxen kann. Gleichzeitig wird aber hinter den politischen Kulissen versucht das Projekt mit allen Mitteln durchzuboxen. Eine wahrlich skandalöse Situation!

Dass es aber auch Politiker bzw. Bundesländer gibt, wo das nicht so ist, beweist die kürzlich aufgeflammte Debatte um Windparks im Land Salzburg. Da heißt es etwa in einem Salzburger Printmedium: „Wie in Salzburg aus einem Lüfterl ein Sturm wird“ und es werden Fragen gestellt wie: „Brauchen wir Windenergie um jeden Preis? Oder wäre es klüger, die politische Energie in andere Schwerpunkte zu stecken?“ LH Haslauer spricht in diesem Zusammenhang von Glaubenskriegen rund um die Windkraft und dass man die in Salzburg nicht braucht!!! Salzburg kann auch ohne Windräder gut leben.

Und was geschieht im Bundesland NÖ, wo alles nur durch die rosarote Brille gesehen und hochgelobt wird? Hier versucht man kritische Stellungnahmen zu solchen Diskussionen öffentlich gar nicht erst aufkommen zu lassen und man ist nach wie vor dabei, unsere schöne Heimat mit Monsterwindrädern zu zerstören. In den Bezirken Mistelbach und Gänserndorf stehen die mit Abstand meisten Windräder von ganz NÖ, ja fast sogar österreichweit. (Wind in ZahlenAnzahl WKAs in NÖ) Und das obwohl erst kürzlich in einem Radiobericht – Radio NÖ, 24.7.2018 – zu hören war: NÖ bezieht zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien!

Erneuerbare Energien forcieren JA, aber mit Augenmaß und Weitblick! Es gibt genug andere Möglichkeiten Energie zu erzeugen, ohne ganze Landstriche mit Windrädern zu verschandeln und damit uns und vor allem unseren Kindern und Enkelkindern wertvolle Erholungsräume zu nehmen. Andererseits gäbe es genug Potential Energie einzusparen was natürlich die bessere Alternative wäre. Hier müsste vonseiten der Politik viel stärker Werbung und Bewusstseinsbildung betrieben werden.

Die BI „Stoppt den Windpark Gnadendorf-Stronsdorf“ bekennt sich selbstverständlich zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, aber nicht so, wie es derzeit vom Land NÖ betrieben wird, wo über berechtigte Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema einfach drübergefahren wird.

Wir haben nur diese eine WELT, in der wir leben und tun so, als gäbe es kein MORGEN was die Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen bzw. Bodenschätze betrifft. Geld und Macht scheinen alles zu zerstören was viele Generationen vor uns mühsam aufgebaut haben.

Blick auf Gnadendorf Richtung Norden (Laa an der Thaya)
Gnadendorf Blickrichtung Gaubitsch

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